Das türkische Außenministerium hat die britische Rundfunkanstalt BBC scharf angegriffen. In einer schriftlichen Erklärung, die auf der Homepage des Ministeriums veröffentlicht wurde, heißt es, die BBC habe mit ihrer Sendung am 20. August Propaganda für die PKK gemacht.

„Diese illegale Organisation, dessen terroristischer Charakter auch von Großbritannien und den Staaten Europäischen Union anerkannt ist, wurde so dargestellt, als ob sie eine unschuldige Organisation sei, die gegen eine andere Terrororganisation kämpft.“

Solche Sendungen würden den Zulauf für die PKK unterstützen und seien nicht akzeptabel. In der Erklärung wird weiter ausgeführt: „Terrororganisationen stärken sich aus der Haltung, die auf dieser Weise verantwortungslos und heuchlerisch ist. Die besagte Sendung ist ein konkreter Beleg dafür.“

Es wurde auch daran erinnert, dass die PKK allein im letzten Monat 64 Menschen getötet, 350 verletzt und 16 Personen entführt habe.

Ein BBC-Sprecher sagte der Nachrichtenagentur AFP, bei der Berichterstattung des Senders über die gegenwärtige Krise in der Türkei sei den Angriffen der PKK auf die türkischen Sicherheitskräfte breiter Raum eingeräumt worden. Auch sei klar gemacht worden, dass die PKK von Ankara als Terrororganisation betrachtet werde. Der betreffende Film sei einer von vielen über die Türkei und damit verbundene Themen. Er gebe einen einmaligen Einblick, was Frauen bewege, die sich der PKK anschlössen, um die Terrormiliz Islamischer Staat zu bekämpfen.