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Der seit mehr als einem Jahr in der Türkei inhaftierte Chef der pro-kurdischen Oppositionspartei HDP, Selahattin Demirtas, hat Präsident Recep Tayyip Erdogan kritisiert und mehr Unterstützung aus Deutschland für sein Land gefordert. Der «Bild»-Zeitung (Samstag) sagte Demirtas zu den Gründen für seine Inhaftierung: «Weil ich die Wut der Regierungspartei AKP und ihres Vorsitzenden auf mich gezogen habe.» Die Partei und ihr Vorsitzender Erdogan hätten den Demokratisierungsprozess in der Türkei gestoppt, «um ihr eigenes islamistisches Projekt zu verwirklichen». Der HDP-Chef hatte das Interview aus dem Gefängnis gegeben.

„Falsch gegen EU-Vollmitgliedschaft der Türkei zu stellen“

Er erwarte von Deutschland Unterstützung bei der Entwicklung der Rechte und Freiheiten in der Türkei im Rahmen der EU-Werte, sagte Demirtas. Es sei falsch, sich gegen eine Vollmitgliedschaft der Türkei in der EU zu stellen. «Die Türkeibesteht nicht nur aus der AKP», sagte der Oppositionspolitiker der Zeitung. «Millionen Landsleute kämpfen seit Jahren entschlossen dafür, dass unser Land eine Volldemokratie wird.»

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dpa/dtj
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