Das interreligiöse Bet- und Lehrhaus House of One in Berlin lädt am Donnerstag zum ersten Teil einer neuen Vortragsreihe ein, in dem Künstler unterschiedlicher Arbeitsschwerpunkte zu Wort kommen und über ihr Verständnis von Kunst und Religion sprechen sollen.

Die Vortragsreihe trägt den Titel „EIN GOTT – Abrahams Erben am Nil“. Als erster Künstler soll der Kalligrafie-Künstler Shahid Alam im Bode-Museum gastieren und zum Thema „Kunst und Islam: Von der Kunst der Kalligrafie“ zu referieren.

Alam, der aus einer pakistanischen Familie stammt, in der bereits über Generationen hinweg die Kalligrafie gepflegt worden war, hatte bereits im Alter von vier Jahren erstmals mit der arabischen Schönschrift experimentiert.

Sein Potenzial baute er im Kalligrafie-Unterricht der katholischen Schule des Franziskanerordens in Lahore aus. Schließlich nutzte er sein Talent, um diese Kunst für weitere Generationen zu bewahren und lehrte über 20 Jahre lang an Hochschulen in Deutschland und in seiner Heimat.

House of One will religiösen Sinn in der Kunst erforschen

Heute präsentiert Alam sich als freier Künstler, ansässig in Stolberg bei Aachen, und gilt als bedeutsames Beispiel für die Koexistenz von Kunst und Islam.

Der Gedanke, dass hinter jedem Sakralbau, dessen Fassade und dessen innerer Ausgestaltung ein tieferer, in der Religion verankerter Sinn zu finden ist, hat das House of One dazu motiviert, dem Verhältnis zwischen Kunst und Religion mittels einer Vortragsserie näher auf den Grund zu gehen.

Am Donnerstag wird Shahid Alam als erster Referent ab 18 Uhr die Frage erörtern, inwieweit das Verschmelzen von arabischen Buchstaben, deren Einbettung in ein Kunstwerk oder gar die Loslösung der entstandenen Worte aus der zweidimensionalen Welt ein Weg zur Kontemplation liefern. Interessenten und Freunde des House of One sind herzlich eingeladen. Mehr Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung erhalten Sie hier.