Ikea-Beschäftigte schmieden internationales Bündnis

Beschäftigte des Möbelkonzerns aus 14 Staaten wollen künftig gemeinsame bessere Arbeitsbedingungen einfordern. Dazu gründeten Arbeitnehmer und Vertreter von 20 Gewerkschaften am Donnerstag in eine Allianz unter dem Dach der internationalen Gewerkschaftsorganisation . «Ein globales Unternehmen wie Ikea sollte die gleichen guten Standards für seine Beschäftigten in der ganzen Welt haben», sagte die UNI-Vertreterin Alke Boessinger.

Ikea-Mitarbeiter sammelten bei dem Treffen in der türkischen Metropole mehrere Tage lang gute und schlechte Beispiele für den Schutz der Rechte von Arbeitnehmern. Es sei deutlich geworden, dass die Arbeitsbedingungen für die insgesamt 100 000 Beschäftigten sehr unterschiedlich seien, wurde erklärt. Während Ikea vor allem in den nördlichen Ländern für hohe Sicherheit und Zufriedenheit stehe, berichteten Mitarbeiter aus anderen Ländern über Druck wegen Mitgliedschaft in Gewerkschaften und die Verletzung von Gesundheitsschutz und Sicherheitsregeln.

Ziel sei es, bestehende Probleme im mit der Geschäftsführung zu lösen, sagte Boessinger. Therese Möller, eine schwedische Gewerkschafterin und Ikea-Mitarbeiterin, nannte die Rechte von Frauen in der schwedischen Arbeitswelt als ein Beispiel. «Wenn wir es in Schweden machen können, muss es auch anderswo möglich sein», sagte sie. Der Ikea-Konzern sich nach Angaben der neuen Allianz zu einem Dialog bereit erklärt.

Mitarbeiter eines türkischen Franchisepartners von Ikea klagen seit geraumer Zeit, dass Mitglieder von Gewerkschaften unter Druck gesetzt und entlassen worden seien. Der Vorsitzende der türkischen Gewerkschaft Koop-, Eyüp Alemdar, sagte bei dem Treffen, nun werde auf internationale Zusammenarbeit gesetzt. «Sie verkaufen die gleichen Produkte und gleichen schwedischen Fleischbällchen wie wir. Unsere Probleme, Erwartungen und Ziele sind gleich», sagte er. dpa