Der Trainer von Arsenal London, Arsene Wenger, hat seinem in die Kritik geratenen Spielmacher Mesut Özil den Rücken gestärkt.

„Ich würde heute wieder 42 Millionen Pfund für Mesut Özil ausgeben“, sagte der Coach.

Der deutsche Nationalspieler war für die genannte Summe im vergangenen Sommer von Real Madrid in die englische Hauptstadt gewechselt und hatte auf Anhieb überzeugt. Seine Leistungskurve zeigte aber schon bald wieder nach unten.

Wenger versuchte bereits in der Vergangenheit des Öfteren, die Aufmerksamkeit von Özils hoher Ablösesumme wegzulenken. Es komme auf das gesamte Team und nicht auf den Einzelspieler an, ob man besser spiele oder nicht.

„Ich würde das Geld wieder zahlen. Natürlich. Du erwartest, dass das gesamte Team besser spielt und gibst nicht die Verantwortung an einen Spieler, der wie ein Zauberer agieren soll, den es im modernen Spiel ohnehin nicht mehr gibt“, erklärte er gegenüber Journalisten.

„Klar muss ich das Beste aus ihm herausholen, er hat eine Menge gekostet. Aber ich sehe die gleiche Verantwortung für einen Spieler, der einen Pfund gekostet hat. Wenn ich ein Talent habe, ganz gleich, um welchen Spieler es sich dabei handelt, versuche ich, das Beste aus ihm herauszuholen. Das hat nichts mit dem Preis zu tun. Bei Mesut spielt natürlich zufälligerweise der Preis eine Rolle, aber so ist der Markt“, so Wenger.

Özil war zuletzt nach der Niederlage in Dortmund (0:2) scharf kritisiert worden. Besonders die Bild-Zeitung sah in seiner schwachen Leistung den Hauptgrund für die Pleite.

„Warum sollte er der Sündenbock sein? Wofür? Wir haben seit dem 1. April ein Spiel verloren. Lassen Sie uns realistisch bleiben“, fügte der Coach hinzu, angesprochen auf die Bild-Schlagzeile.

„Unsere Fans sollten nicht allzu sehr beunruhigt sein und ihn einfach weiter unterstützen. Ich verstehen, dass man von seinen besten Spieler immer erwartet, dass sie in jedem einzelnen Spiel den Unterschied ausmachen. Aber ein Klub ist eine Einheit, bestehend aus Spielern, Fans und Funktionären. Durch Phasen, in denen es nicht so gut läuft, müssen wir zusammen durch.“

Özil antwortete auf die Kritik am Samstag auf seine Art. Beim Auswärtssieg gegen Aston Villa steuerte er zum 3:0-Erfolg das Führungstor und die Vorlage zum zweiten Treffer bei.