Türkische Sicherheitskräfte haben Medienberichten zufolge einen Deutschen aufgegriffen, der sich der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien anschließen wollte. Der 20-Jährige sei in der südtürkischen Provinz Hatay gefasst worden, berichtete der staatliche Sender TRT am Donnerstag. Der Mann sei nach Deutschland abgeschoben worden. Er habe zuvor bei seiner Vernehmung angegeben, zum Islam konvertieren und sich dem „Dschihad“ der Terrormiliz anschließen zu wollen.

Die regierungsnah geltende „Daily Sabah“ berichtete weiter, ebenfalls in Hatay hätten Sicherheitskräfte einen Franzosen tunesischer Herkunft festgenommen. Er sei im Januar mit seiner zweijährigen Tochter über die Türkei nach Syrien gereist und habe sich dort der mit dem Terrornetz al-Qaida verbündeten al-Nusra-Front angeschlossen. Der Mann sei in Begleitung seiner Tochter auf dem Rückweg aus Syrien gewesen, als er aufgegriffen worden sei. Nach ihm werde in Frankreich gefahndet.

Im März war ein deutscher Extremist in der Südtürkei festgenommen worden. Er wird beschuldigt, an einem tödlichen Angriff auf einen Polizei-Checkpoint beteiligt gewesen zu sein. Die Türkei hat nach eigenen Angaben ihre Grenzkontrollen verschärft, um ausländischen Extremisten die Durchreise nach Syrien zu erschweren. (dpa/dtj)