Nach Kurden-Referendum im Irak
Archiv-Foto: -/Pool Turkish Military/AP/dpa

Der Irak hat wegen des Streits um das Unabhängigkeitsreferendum im Nordirak die Nachbarländer Türkei und Iran gebeten, die Grenzen zu den kurdischen Autonomiegebieten zu schließen. Iraks Außenminister habe den beiden Nachbarländern offizielle Mitteilung über deren Botschaften in Bagdad zukommen lassen, berichtete das irakische Staatsfernsehen am Samstag. Ankara und Teheran seien zudem gebeten worden, jeglichen Handel mit den kurdischen Gebieten einzustellen.

Flüge wurden verboten

Ende September hatte die kurdische Autonomieregierung im Nordirak trotz internationaler Kritik und Warnungen ein Unabhängigkeitsreferendum abgehalten. 92 Prozent der Teilnehmer stimmten für einen eigenen Staat. Bagdad verbat daraufhin unter anderem internationale Flüge in die Region.

Auch die Türkei und der Iran hatten sich kritisch über die Abstimmung der Kurden geäußert. In ihren Ländern gibt es selbst größere kurdische Minderheiten.

Erdogan wird Schritte wohl vornehmen

Erdogan hatte die Autonomieregion mehrmals gewarnt. «Unsere Gespräche mit dem Irak und dem Iran laufen noch. Was auch immer für Schritte nötig sind, werden unternommen. Auch für Kirkuk werden wir welche setzen, genauso wie für Mossul», so Erdogan.

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