Das deutsche Außenministerium teilte am gestrigen Dienstag mit, dass acht deutsche Ingenieure, die für den Elektronikkonzern Siemens im Irak tätig waren, aus einem Gebiet nördlich von Bagdad gerettet wurden, das in die Hände der Terroristen von der Gruppe „Islamischer Staat im Irak und in Syrien“ (ISIS) gefallen war.

„Alle Deutschen, die im Kraftwerk von Baiji gefangen waren, sind nun in Sicherheit“, teilte ein Sprecher des Außenministeriums mit.

Obwohl sich die Arbeiter nie in akuter Gefahr befunden hätten, verbreiteten sich Ängste, die Terroristen könnten sie als Geiseln nehmen. Die ISIS hatte in der letzten Woche die im Nordirak liegende Stadt erobert, hatte sich aber später zurückgezogen und war stattdessen in nahe gelegene Dörfer weitergewandert.

Spiegel Online zufolge sollen die Arbeiter, die das Kraftwerk modernisieren sollten, bereits am 15. Juni mit irakischen Militärhubschraubern und Chartermaschinen aus der Gefahrenzone gebracht worden sein. Siemens wollte die Ereignisse nicht kommentieren.