Türkischen Berichten zufolge haben Kämpfer der Terrormiliz IS türkische und kurdische Soldaten im Nordirak angegriffen. Die Attacke galt dem Militärcamp Baschika nahe Mossul, in dem türkische Militärangehörige kurdische Peschmerga-Einheiten ausbilden. Wie die türkische Nachrichtenagentur DHA berichtet, sind dabei 17 IS-Kämpfer getötet worden, auf türkischer Seite habe es weder Tote noch Verletzte gegeben.

Das angegriffene Militärcamp Baschika war erst Ende letzten Jahres Gegenstand einer diplomatischen Krise zwischen Ankara und Bagdad. Auslöser war die Verlegung von 150 türkischen Soldaten samt 20 Panzern in das Lager. Während Ankara sich darauf berief, dass diese Teil einer vereinbarten Ausbildungsmission seien, dementierte Bagdad, dass es eine Übereinkunft gegeben habe. Auch über die Zahl türkischer Soldaten herrschte Uneinigkeit, während die irakische Zentralregierung behauptete, es seien mehr als 1000, sprach Ankara von weniger als 600. Nachdem Bagdad den Weltsicherheitsrat anrief, zog die Türkei einen Teil der Truppen aus dem Lager ab, woraufhin sich die Lage entspannte.