Bereits zum zweiten Mal seit seinem Amtsantritt im Juli des Vorjahres ist auf den türkischen Generalkonsul, Öztürk Yılmaz, am Samstag nahe Mossul ein Anschlag mittels einer ferngezündeten Bombe verübt worden. Der aus vier Autos bestehende Konvoi des Diplomaten wurde auf dem Weg in die nordirakische Stadt angegriffen, als Wagen an ihm vorbeifuhren. Es gab jedoch keine Verletzten, ein Wagen innerhalb des Konvois wurde jedoch beschädigt.

Der Generalkonsul sei bei bester Gesundheit, sein Weg nach Bagdad konnte unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen fortgesetzt werden, ließ das Außenministerium bekanntgeben.

Die irakischen Behörden untersuchen zurzeit den Vorfall. Bis dato gibt es weder Erkenntnisse über die möglichen Urheber noch hat sich jemand zu dem Anschlag bekannt. In den letzten zwei Jahren habe es dem türkischen Außenministerium zufolge vier Anschläge auf die türkische Botschaft in Bagdad und das Konsulat in Basra gegeben. Auch hier sind noch keine Urheber bekannt.

Das Außenministerium gab seiner Erwartung Ausdruck, dass die irakischen Behörden nachdrücklich untersuchen und alles in ihrer Macht liegende unternehmen würden, um die Sicherheit der türkischen Geschäftsträger zu gewährleisten. Der bislang schwerste Anschlag im Irak mit türkischen Opfern war eine Attacke auf einen Diplomatenkonvoi im Dezember 2004, als fünf türkische Sicherheitskräfte starben.