Iran hat unter Ruhani die starke antiwestliche und antiisraelische Rhetorik aus der Gründerzeit der Revolution stark zurückgefahren.
Iran hat unter Ruhani die starke antiwestliche und antiisraelische Rhetorik aus der Gründerzeit der Revolution stark zurückgefahren.

Die chaotische Lage in Syrien und im Irak sowie der Kampf gegen die Terrormiliz scheint den Iran aktiv werden zu lassen. Irans Präsident Hassan Ruhani hat ein regionales Bündnis gegen die Terrormiliz IS angeregt. Eine solche Allianz wäre im Kampf gegen den IS weitaus effektiver als die von den USA geführte internationale Koalition, sagte Ruhani am Dienstag auf einer Anti-IS Konferenz in Teheran, zu der auch die Außenminister Iraks und Syriens kamen. Wir müssen in der Region zu einem gemeinsamen Verständnis kommen, dann könnten wir auch den IS in kürzester Zeit beseitigen», betonte das Staatsoberhaupt. Schon mehrmals haben iranische Kampfflugzeuge haben iranische Kampfflugzeuge Stellungen der IS im Iran angegriffen. Zudem hatten Teheran die Peschmerga im Kampf gegen den IS mit Waffen beliefert.

Umfangreiche Anti-IS Allianz unter Führung von Iran unwahrscheinlich

In der Region scheint aber eine umfangreiche Anti-IS Allianz unter Führung von Iran unwahrscheinlich zu sein. Wegen der Unterstützung für das Assad-Regime von Syriens Machthaber Baschar al-Assa gibt es Differenzen mit den beiden Regionalmächten Türkei und Saudi-Arabien sowie Katar.

Westen geht von langen Kampf gegen IS aus

In der westlichen Anti-IS Koalition geht man inzwischen davon aus, dass der Kampf gegen den IS nicht schnell beendet werden kann. «Jeder weiß, dass es ein langer Weg ist», sagte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD). Für die Anti-IS-Koalition hatten sich Anfang September zunächst zehn Staaten zusammengefunden, darunter auch Deutschland. Inzwischen sind es etwa 60 Länder, neben Nato-Mitgliedern auch Länder wie Saudi-Arabien und Ägypten. (dtj/dpa)