Iran warnt vor einem Angriff auf Syrien

Brüssel – Die Nato in Brüssel teilte mit, dass in den kommenden Tagen die nächsten der insgesamt sechs deutschen und amerikanischen Batterien folgen würden.

Die Nato hat auf türkischen Wunsch die „Patriots“ geschickt, um Syrien von möglichen Raketenangriffen auf die Türkei abzuhalten. Sie werden in Adana (Niederlande), Kahramanmaraş (Deutschland) und Gaziantep (USA) stationiert. Die vollständige Einsatzbereitschaft soll Ende Januar erreicht sein.

Kritiker der Raketenstationierung vermuten hinter der Entscheidung die Absicht, sich die Option einer militärischen Intervention in Syrien offenzuhalten. Sollte die Nato eine solche Intervention planen, würde vermutlich ein Großteil der Einsätze von türkischem Boden aus gestartet werden, wo die Nato über mehrere Stützpunkte verfügt. Auch Teile der türkischen Bevölkerung stellen sich gegen die Stationierung der Raketen. Unter der Woche hatte ein Übergriff von TGB-Demonstranten auf Bundeswehrsoldaten für Aufsehen gesorgt.

Nach Stationierung der ersten Raketen: Iran warnt vor Angriff auf Syrien

Unterdessen warnte Ali-Akbar Welajati, der außenpolitische Berater des Iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei, vor jeglicher militärischen Einmischung in Syrien. Ein militärischer Angriff auf Syrien komme für Teheran einem Angriff auf den Iran gleich.

„Syrien ist in der Region Teil eines goldenen Ringes des Widerstands (gegen Israel), daher sollten alle wissen, dass ein Angriff auf Syrien auch ein Angriff auf diesen Ring und den Iran bedeuten würde“, sagte der ehemalige Außenminister in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Mehr. Ohne die logistische Hilfe Syriens wäre die Hisbollah-Bewegung in den Kriegen gegen Israel nie siegreich gewesen.

Der Iran steht in der Syrienkrise auf der Seite von Präsident Baschar al-Assad, dessen Regime unter anderem als engster Verbündeter im iranischen Kampf gegen den Erzfeind Israel gilt. Auch ein politischer Wechsel in Damaskus sollte nach Teheraner Auffassung über Neuwahlen bestimmt und nicht von außen gesteuert werden. (dpa/dtj)