Der türkische Islamgelehrte Fethullah Gülen hat angesichts der heranrückenden IS-Gefahr und der parlamentarischen Entscheidung der Türkei, in der Region bei Bedarf militärisch aktiv zu werden, vor einem „neuen Weltkrieg“ gewarnt.

Der IS müsse zweifelsohne gestoppt und zur Rechenschaft gezogen werden. Aber das Ziel, Assad zu stürzen, könne „unvorhersehbare Konsequenzen“ wie einen flächendeckenden Krieg nach sich ziehen. Gülen hatte jüngst die Taten des IS mehrmals scharf verurteilt.

Die türkische Regierung begehe einen großen Fehler, wenn sie sich dazu entschließen würde, aktiv in den Konflikt einzugreifen.

Sein Wunsch sei es, den türkischen Bürgern die Erfahrungen des 1.Weltkrieges zu ersparen und sie nicht, wie es einst das „Komitee für Einheit und Fortschritt“ (İttihat ve Terakki Cemiyeti) getan habe, mit einem Krieg zu konfrontieren.

Das Komitee spielte beim Kriegseintritt des Osmanischen Reiches 1914 eine federführende Rolle.