Entgegen Gerüchten, die am 26. Dezember 2013 ihren Weg in die Washington Post gefunden hatten und wonach die Terrormiliz ISIS das Grabmal von Süleyman Şah angegriffen hätte, sei es zu einem solchen Zwischenfall zu keiner Zeit gekommen. Dies teilte am heutigen Montag eine hochrangige Quelle aus den türkischen Streitkräften gegenüber Hürriyet mit.

Die Darstellung, wonach IS das Grabmal, das eine türkische Exklave in Syrien umstellt und die dort postierten Soldaten als Geiseln gehalten hätte, wurde kategorisch bestritten. Die Berichte seien „substanzlos“ und „unwahr“ gewesen.

Süleyman Şah war ein Militärführer des Seldschukenreiches aus dem 12. Jahrhundert. Die Seldschuken gehörten zu den ersten türkischen Gruppen, die in Anatolien gesiedelt hatten. Er ist der Großvater von Osman I., dem das Osmanische Reich seine Bezeichnung zu verdanken hat. Dieses bestand in weiterer Folge über sechs Jahrhunderte weiter und wurde nach dem Unabhängigkeitskrieg 1923 durch die Türkische Republik abgelöst.

Internationalen Verträgen zufolge stellt das Grabmal türkisches Staatsgebiet dar, obwohl es fast 40 Kilometer in syrischem Territorium liegt. Es wird durch eine symbolische Einheit des Kommandos der türkischen Landstreitkräfte bewacht. In diesem Jahr war das Grabmal immer wieder in die Schlagzeilen geraten.