Wie das Westfalen-Blatt berichtet, brach am Dienstagmorgen in Bielefeld erneut Feuer in einer türkischen Moschee aus. Um 7.20 Uhr wurde die Polizei dem Blatt zufolge über den Brand an der Herforder Straße 107 informiert. Ein Bewohner des Hauses hatte den Brand bemerkt und gelöscht. Personen wurden bei dem Brand nicht verletzt. Es entstand geringer Sachschaden.

Zwischen 5.40 Uhr und 7.20 Uhr sollen sich ein oder mehrere unbekannte Täter gewaltsam durch ein Fenster im Tiefparterre Zutritt zu einem Gebetsraum verschafft haben. Dort wurden mehrere Bücher, unter anderem auch Exemplare des Korans, aufeinander gestapelt und angezündet. Vor der Tat beschädigten die Täter im Außenbereich des Gebäudes angebrachte Videokameras, beziehungsweise veränderte deren Aufnahmewinkel.

Bereits am 11. August hatte sich in der Moschee eine ähnliche Tat ereignet. Damals gingen die Sicherheitsbehörden davon aus, dass die Verbrennung religiöser Schriften eine Vertuschungsaktion sein könnte, um von einem Einbruchsdiebstahl abzulenken. Diesmal ist weder von gestohlenem Geld noch von fehlenden Gegenständen die Rede, weshalb eine politisch motivierte Tat nicht ausgeschlossen wird. Eine Kommission aus Brandermittlern und Ermittlern des Staatsschutzes nahm sofort die Ermittlungen auf. Ein Zusammenhang zur Tat vom 11. August wird geprüft. 

Zuletzt war es im benachbarten Herford zu Auseinandersetzungen zwischen mutmaßlichen Salafisten und Jesiden gekommen.