Rund zwei Wochen nach dem Feuer in der Mevlana-Moschee in Berlin-Kreuzberg geht die Polizei von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Das sagte ein Sprecher am Mittwoch und bestätigte damit einen Bericht des „Tagesspiegels“.

„Wir können jetzt ausschließen, dass es sich um einen technischen Defekt handelte,“ zitiert der Tagesspiegel Polizeipräsident Klaus Kandt, der auch Fahrlässigkeit ausschloss. „Wir gehen jetzt von einer Vorsatztat aus.“

Das Feuer war in der Nacht zum 12. August in einem unfertigen Anbau ausgebrochen. In Flammen standen vor allem Baumaterialien. Die Fassade der Moschee wurde stark verrußt. Zum Täter gebe es noch keine Hinweise, sagte der Polizeisprecher. Ein politischer Hintergrund könne zwar nicht ausgeschlossen werden, es gebe aber auch keinerlei Hinweise darauf.

Am Wochenende hatte SPD-Chef Sigmar Gabriel die Moschee besucht und von einem „Attentat“ gesprochen. (dpa/dtj)