Die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS), Christine Lüders, hat sich in den Streit um den muslimischen Schützenkönig eingeschaltet. In einem Brief vom Dienstag an den Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften, der der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) vorliegt, schreibt Lüders, sie habe mit Befremden zur Kenntnis genommen, dass der Verband den Schützenkönig ablehnt.

„Aus meiner Sicht steht dies für eine intolerante und diskriminierende Haltung“, so Lüders. Sie sehe nicht den geringsten Anlass dazu, in einem christlichen Verband keine muslimischen Schützen zu dulden. Es sei an der Zeit, ein deutliches Signal für Integration und gegen Diskriminierung auszusenden. Deshalb solle Mithat Gedik Schützenkönig bleiben. Er solle „nicht der letzte, sondern der erste von vielen weiteren muslimischen Schützenkönigen in Ihrem Verband sein“, so Lüders. (KNA)