Der Münchner Islamkritiker Michael Stürzenberger ist am Dienstag wegen Beleidigung des Islam zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Das berichtet blu-news.

Ausgangspunkt der Anklage war ein von Stürzenberger verfasster und inzwischen gelöschter Artikel auf der islamfeindlichen Seite PI-News vom Frühjahr 2013. Darin verglich der Autor den Islam mit einem „Krebsgeschwür“: „Der Islam ist wie ein Krebsgeschwür, das die (noch) freien Völker dieses Planeten zersetzt und nach und nach mit dem Gift dieser brandgefährlichen, intoleranten, frauenfeindlichen, gewalttätigen und machthungrigen Ideologie infiziert.“

Stürzenberger will Revision einlegen

Nach Auffassung des Richters stellte dieser Vergleich eine Beleidigung und Diskreditierung des Islam dar. Religionskritik bedürfe eines gewissen Rahmens. Stürzenberger hatte betont, dass er damit keinesfalls die Muslime als Menschen meine, sondern lediglich „die Ideologie, die sich hinter dem Islam“ verberge.

Stürzenberger, der auch Vorsitzender der rechtspopulistischen Partei „Die Freiheit“ ist, wurde zu einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu je 50 Euro verurteilt. Gegen dieses Urteil will er Revision einlegen.