Im islamischen Religionsunterricht sieht die nordrhein-westfälische Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) „gerade in der aktuellen Situation einen Beitrag zum Zusammenhalt unserer Gesellschaft“. Die Einführung dieses Fachs an den Schulen in NRW sei „gelebte Integration“, sagte sie am Donnerstag in Düsseldorf. Mit dem Islamunterricht in deutscher Sprache und nach modernen religionspädagogischen Grundsätzen werde ein Grundrecht umgesetzt. Zudem sei es „ein Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung“ für die Muslime in unserem Land.

Als erstes Bundesland hatte NRW mit dem Schuljahr 2012/2013 den islamischen Religionsunterricht eingeführt. Derzeit werden in diesem Fach laut Schulministerium landesweit 6.500 muslimische Schüler an 92 Schulen von 64 Lehrkräften unterrichtet.

Die Rückmeldungen aus den Schulen zeigten ihr, dass dies die richtige Entscheidung im Interesse der Kinder und der Gesellschaft gewesen sei, sagte Löhrmann. Bei ihren Schulbesuchen erlebe sie „außerordentlich viel Zustimmung“ von Schülern und Eltern. Ab 1. Februar dieses Jahres bietet die Bezirksregierung Köln einen einjährigen Zertifikatskurs an, um weitere Lehrkräfte für den islamischen Religionsunterricht zu qualifizieren. (KNA)