ARCHIV: Polizisten bewachen am 30.08.2017 die Botschaft von Myanmar in Kuala Lumpur (Malaysia) während einer Demonstration gegen die Unterdrückung und Gewalt gegenüber der muslimischen Minderheit der Rohingyas in Myanmar. Foto: Chris Jung/ZUMA Wire/dpa

Israel hat den Stopp des Verkaufs von Waffen an Myanmar bestätigt. Das israelische Außenministerium habe erklärt, den Waffenverkauf an Myanmar bereits vor einigen Monaten eingefroren zu haben, berichtete das in Rangun erscheinende Nachrichtenportal „Mizzima“ am Freitag unter verweis auf israelische Quellen. Das Außenministerium habe mit der Bestätigung des Waffenlieferungsstopps auf ein Interview des Botschafters von Myanmar in Israel mit einem Militärradiosender reagiert. Darin hatte der Botschafter am Donnerstag gesagt, Israel liefere noch immer Waffen an Myanmar. Israel hatte nach der gewaltsamen Vertreibung der muslimischen Rohingya aus Myanmar die Waffenverkäufe an das südostasiatische Land eingefroren.

Myanmar und Israel pflegen seit mehr als 60 Jahre diplomatische Beziehungen. Beide Länder waren 1948 von Großbritannien unabhängig geworden. Myanmar, das damalige Birma, erkannte als erstes südostasiatisches Land Israel als eigenständigen Staat an. Als erster birmanischer Premierminister besuchte U Nu 1955 Israel. 1961 besuchte Israels Regierungschef Ben Gurion Birma. Während seines zweiwöchigen Aufenthalts widmete sich Ben Gurion auch Buddhismusstudien. Bis heute existiert in Rangun eine kleine jüdische Gemeinde.

KNA

 

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