Israelische Soldaten beobachten das Einlaufen des Waffenfrachters

Der von Israel im Roten Meer aufgebrachte Waffenfrachter „Klos-C” ist zur Durchsuchung in den südisraelischen Hafen Eilat dirigiert worden. Der Frachter wurde am Samstag von einem Kriegsschiff eskortiert, wie auf Bildern der Nachrichtenseite „Ynetnews” zu sehen war.

Nach israelischen Angaben befanden sich in dem am Mittwoch von israelischen Elitesoldaten geenterten Schiff Dutzende Raketen aus dem Iran. Die unter Zementsäcken versteckten Waffen seien für den Gazastreifen bestimmt gewesen. Der Iran und die im Gazastreifen herrschende islamische Hamas wiesen die Vorwürfe zurück.

Ein ranghohes Hamas-Mitglied bezeichnete die Berichte als „Erfindung“ Israels. „Dies ist Teil einer immer schlimmer werdenden Meinungskampagne gegen Gaza“, sagte Salah al-Bardawil. Ein Sprecher des Hamas-Innenministeriums sagte, Israel wolle damit nur die fortwährende Blockade des Gazastreifens rechtfertigen.

Das unter der Flagge Panamas fahrende Schiff soll jetzt in Eilat auf mögliche weitere versteckte Waffen und Munition durchsucht werden, kündigte die Armee an. Panama leitete eine eigene Untersuchung ein.

Die „Klos-C” war nach israelischen Angaben unterwegs nach Port Sudan. Das Schiff sei rund 1500 Kilometer südlich von Israel in internationalen Gewässern vor der Küste zwischen dem Sudan und Eritrea abgefangen worden.

Die Raketen des Typs M 302 seien in Syrien hergestellt und zunächst nach Teheran geflogen worden, hatte ein Militärsprecher am Mittwoch mitgeteilt. Von dort seien sie zum iranischen Hafen Bandar Abbas und dann zum irakischen Hafen Umm Kasr transportiert worden.

Das Schiff war während eines Besuchs von Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu in den USA aufgebracht worden. Dort sagte er mit Blick auf das vom Westen angestrebte Atom-Abkommen mit der Regierung in Teheran: „Während der Iran für die Welt lächelt, sendet er tödliche Waffen an Terrororganisationen, um unschuldige Zivilisten zu treffen.” Dies sei „der wahre Iran”. (dpa/dtj)

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