Sechs Monate nach dem Selbstmordanschlag auf eine deutsche Reisegruppe in Istanbul hat in der türkischen Metropole der Prozess gegen 18 Verdächtige begonnen. Fünf der Verdächtigen seien zum Auftakt der Verhandlung am Freitag freigelassen worden, meldete die Nachrichtenagentur DHA. Sie dürften das Land nicht verlassen. Die übrigen Beschuldigten blieben in Untersuchungshaft. Der nächste Prozesstag sei für den 5. September geplant.

Am 12. Januar hatte sich ein Selbstmordattentäter auf dem Sultan-Ahmet-Platz in der Altstadt Istanbuls inmitten einer deutschen Touristengruppe in die Luft gesprengt. Dabei wurden 12 Menschen getötet und 13 verletzt. Weniger als zwei Stunden nach dem Anschlag gab Staatspräsident Erdoğan bekannt, die Identität des Täters zu kennen. Es soll sich um einen 1988 geborenen syrischen Staatsbürger gehandelt haben. Die türkische Regierung macht die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) für die Tat verantwortlich. (dpa/ dtj)