Die türkische Polizei hat bei einem Großeinsatz in Istanbul 40 Ausländer wegen mutmaßlicher Verbindungen zur Terrormiliz IS festgenommen. Bei den Festgenommenen soll es sich um Iraner, Iraker, Afghanen und Aserbaidschaner handeln. Anti-Terror-Einheiten hatten in den frühen Morgenstunden zeitgleiche Razzien in 23 Wohnungen durchgeführt, die sich allesamt im konservativen Stadtteil Fatih befinden. Wie die türkische Nachrichtenseite T24 berichtet, habe sie dabei eine große Menge Dokumente und Datenträger konfisziert, die zu Ermittlungszwecken ausgewertet werden sollen. Die Beschuldigten sollen laut Informationen der Sicherheitsbehörden zum Teil bereits mehrfach in Kampfgebiete in Syrien und zurück gereist sein.

Unterdessen hat die türkische Luftwaffe nach eigenen Angaben erneut IS-Stellungen in Nordsyrien bombardiert. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu Ajansı (AA) unter Berufung auf Armeequellen berichtet, seien in der Gegend um die Orte Baraghitah und Sandarah drei IS-Ziele zerstört worden, darunter das mutmaßliche IS-Hauptquartier der Region und ein Munitionsdepot. Die Kampfjets seien sicher zurückgekehrt.

Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte hatte es am Sonntag in der Nähe von Al-Rai schwere Kämpfe zwischen syrischen Rebellen und IS-Anhängern gegeben. Die Rebellen seien weiter vorgerückt, teilte die Beobachtungsstelle mit. Insgesamt hätten sie seit Samstag sieben Dörfer eingenommen.