Passanten in Istanbul spielen mit Schnee. Die Metropole erlebt einen sehr kalten Winter. Die Temperaturen sollen in den nächsten -20 Grad erreichen.

Schnee, Kälte und Chaos suchen derzeit erneut den Westen der Türkei heim. Istanbul und mehrere weitere Provinzen erlebten einen massiven Kälteeinbruch, auf Graupelschauer folgte am Montag neuerlicher schwerer Schneefall und führte dazu, dass am Dienstag an Grund- und höheren Schulen der Unterricht ausfiel.

Meteorologen hatten den Kälteeinbruch, verbunden mit Schnee, Stürmen, Hagel und Blizzards, vorausgesagt, die sich vom Balkan und vom Schwarzen Meer weiter westwärts bewegten. Und von einer Wetterbesserung sei auch in den nächsten Tagen nicht auszugehen. In Istanbul sollen die Temperaturen auf bis zu 20 Grad unter null sinken. Das staatliche Direktorat für Meteorologie geht auch landesweit davon aus, dass der Winter dem Land zumindest noch am Mittwoch und Donnerstag erhalten bleiben dürfte, bei Temperaturen zwischen 0 und -5° Celsius.

Im Laufe des Mittwochs sollen die Stürme aber zumindest in der Marmara- und in der westlichen Schwarzmeerregion kontinuierlich nachlassen.

Auch die Hauptstadt Ankara bleibt vom Winter nicht verschont. Im Laufe des Dienstags gingen Meteorologen von einer geschlossenen Schneedecke und Nachttemperaturen bis 15 Grad unter dem Gefrierpunkt aus, diese würden auch bis zum Wochenende erhalten bleiben.

Winter beeinträchtigt auch Fähr- und Flugverkehr

Die Behörden mahnen die Bürger, auf unnötige Autofahrten zu verzichten und auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen, da die eisigen Straßenverhältnisse Chaos und eine Reihe von Unfällen befürchten lassen.

Auch der Fähr- und Flugverkehr in und um Istanbul ist durch den neuerlichen Wintereinbruch gestört. Das Katastrophenkoordinationszentrum (AKOM) werde, so lässt die Stadtverwaltung verlauten, alle Unterbrechungen der üblichen Abläufe im Auge behalten und Teams in die am stärksten vom Schneefall betroffenen Gebiete schicken.

Die winterlichen Verhältnisse haben bereits jetzt in zentral-, west- und osttürkischen Regionen zu zahlreichen Unfällen und Straßensperren geführt, vor allem in ländlichen Gebieten.