Schwarzarbeiter
Schwarzarbeiter

Schwarzarbeit wird auch in der Türkei zu einem zunehmenden Problem. Der Wirtschaft entstehen dadurch Schäden in Höhe von rund 30 Milliarden TL (ca. 10,5 Milliarden Euro). Nach Angaben des türkischen Statistikamtes TÜIK (Türkiye Istatistik Kurumu) liegt die Schwarzarbeiter-Quote bei 32 Prozent, das sind 8, 239 Millionen Betroffene. Bei 25, 454 Millionen Erwerbstätigen ist das etwa jeder Dritte.

Die hohe Zahl der Schwarzarbeiter belastet auch den Fiskus und vor allem die Sozialversicherungskassen. Bei einem Angestellten mit einem Mindestlohn fließen immer noch monatlich rund 390 TL in die Sozialkassen und 63 TL in Form von Lohnsteuer an die Finanzbehörde. 2014 lag das Defizit der Sozialkasse SGK (Sosyal Güvenlik Kurumu) bei 21 Milliarden TL (ca. 7,3 Milliarden Euro).

Die Schwarzarbeiter-Quote ist mit 3 Prozent im Bildungs- und Finanzsektor sowie im öffentlichen Dienst am niedrigsten. Mit bis zu 82 Prozent gibt es die meisten Fälle im Tourismus, dem Bau und im Energiebereich. Im Gesundheitswesen ligt die Quote mit 27 Prozent ebenfalls hoch. Bislang hat die Regierung noch kein Mittel gefunden, um der Schwarzarbeit vorzubeugen und den Milliardenschaden zu vermeiden.