Am Freitag kommen verschiedene Religionsgruppen zusammen, um für Frieden zu beten.
Am Freitag kommen verschiedene Religionsgruppen zusammen, um für Frieden zu beten.

An Deutschlands zweitgrößter Pilgerstätte im niederrheinischen Kevelaer kamen an diesem Freitag mehrere Religionen zur ersten interreligiösen Wallfahrt zusammen. Daran nahmen nach Angaben der Organisatoren Juden, Muslime, Jesiden, Hindus und Christen teil. Im Mittelpunkt steht der Wunsch nach Frieden, wie Mitinitiator Rupert Neudeck, Gründer der Hilfsorganisationen Cap Anamur und Grünhelme, im Vorfeld mitteilte.

Neudeck zeigte sich zuversichtlich, dass dieser Tag „ein enthusiastisches Zeichen“ setzen werde. „Wir wollen, dass nicht mehr über den Ausbruch von Krieg und Konflikten gesprochen wird. Wir wollen, dass der Weltfrieden ausbricht.“

Zunächst gingen die Religionen ihren eigenen Pilgerweg nach Kevelaer. Auf den Stufen der Basilika präsentierten dann die einzelnen Gruppen ihr Programm. Geplant waren Gebete, Meditationen, Reden und Musik für den Frieden. Leitgedanke ist der Satz „I have a dream…“ aus der historischen Rede des US-Bürgerrechtlers Martin Luther King am 28. August 1963 in Washington.

Kevelaer ist Deutschlands zweitgrößte Wallfahrtsstätte nach dem bayerischen Altötting. Jährlich kommen rund 800.000 Pilger an den Ort am Niederrhein. Die Marien-Wallfahrt geht auf ein aus dem Jahr 1641 stammendes Wallfahrtsbild aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges zurück, das als „Trösterin der Betrübten“ verehrt wird. (KNA/dtj)