Jüdisch-muslimische Harmonie in Essen

Die seit 2012 in Essen ansässige Dialogplattform-Ruhr besuchte mit 15 ihrer Mitglieder am vergangenen Sonntag die Alte Synagoge der Stadt. Die von der Leitung persönlich durch das Museum geführte Gruppe bekam einen Überblick über die Grundgedanken, Riten und Feiertage des jüdischen Glaubens. In Gesprächen kam es dann zu Vergleichen und Gesprächen über viele Ähnlichkeiten zwischen dem Judentum und dem Islam.

Das Gebäude, das trotz der Bombardierungen den Zweiten Weltkrieg äußerlich unversehrt überstehen konnte, galt lange Zeit als Gedenkstätte und historisches Dokumentationsforum. Heute beherbergt die Alte Synagoge Ausstellungen, wird als Veranstaltungsort für Konzerte genutzt und dient als kulturelle Begegnungsstätte. Im September dieses Jahres wird sie in Zusammenarbeit mit der Dialogplattform-Ruhr eine Ausstellung mit dem Titel „Das jüdische Leben seit dem 16. Jahrhundert in Istanbul” organisieren.

Der über den Besuch allgemein und die freundliche Aufnahme seitens der Museumsmitarbeiter erfreute Vorsitzende der Dialogplattform, Celal Fındık, gab an, dass solche Treffen sehr wertvoll im Hinblick auf das wechselseitige nähere Kennenlernen und das Verständnis untereinander seien. Die für September angesetzte Ausstellung werde zeigen, wie friedlich und harmonisch Juden und Muslime miteinander leben können.

Nach einer kurzen Geschenkübergabe zwischen dem Museumsleiter Herrn Dr. Kaufmann und Fındık wurde der Besuch mit einem Gruppenfoto vor dem Eingang der Alten Synagoge beendet.