Eine Lieferung eines Corona-Impfstoffes wird am internationalen Flughafen von Kabul verladen. Türkisches Militär sichert den Flugplatz. Foto: Mariam Zuhaib/AP/dpa

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan erwägt baldige Gespräche mit den militant-islamistischen Taliban über die Sicherung des Flughafens in der afghanischen Hauptstadt Kabul. Die Details.

Die Türkei überlege, welche Gespräche mit den Taliban diesbezüglich zu führen seien und wohin diese führen könnten, sagte Erdoğan am Montag in Istanbul.

Der Flughafen wurde bisher von türkischen Soldaten im Rahmen des Nato-Einsatzes in Afghanistan gesichert, teils wurde auch der Service für den Flugbetrieb bereitgestellt. Ankara will dies in Zukunft weiter leisten und führt dazu nach eigenen Angaben bereits Gespräche, insbesondere mit den USA.

Taliban wollen keine „Besatzung“

Die zuletzt vorrückenden Taliban hatten die Regierung in Ankara vergangene Woche aber davor gewarnt, den Einsatz fortzuführen. Man werde das als Verlängerung der „Besatzung“ verstehen, und der Schritt werde die bilateralen Beziehungen beschädigen, erklärten sie. Erdoğan forderte die Taliban nun seinerseits dazu auf, die „Besatzung“ afghanischen Bodens zu beenden.

Der sichere Betrieb des Flughafens gilt – zusammen mit einer medizinischen Versorgung – als Voraussetzung dafür, dass Botschaften und internationale Vertretungen im Land bleiben können.

dpa/dtj