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Die Bundeswehr unterstützt mit Aufklärungstornados vom türkischen Incirlik aus seit Anfang des Jahres Einsätze gegen den IS in Syrien. Sie liefern Daten für Luftangriffe in Syrien und im Irak. Deutschland sieht darin seine Aufgabe im Kampf gegen den Terror. Nun soll diese Präsenz einen dauerhaften Charakter bekommen.

Die Bundesregierung will den Luftwaffenstützpunkt mit einer Investition von mehreren Millionen Euro ausbauen. Ein Sprecher des Ministeriums bestätigte in Berlin einen Bericht von „Spiegel Online“: „Wir haben die Absicht, dort Infrastrukturmaßnahmen durchzuführen“, sagte der auf den SPON-Bericht angesprochene Sprecher. Demnach sollen knapp 65 Millionen Euro für die Ausbaumaßnahmen veranschlagt worden sein. Geplant seien neben dem Bau eines deutschen Flugbereiches für zehn Millionen Euro auch die Errichtung von festen Unterkünften für deutsche Soldaten. Die Kosten hierfür sollen sich auf 15 Millionen belaufen.

34 Millionen Euro sollen in einen voll ausgerüsteten Gefechtsstand investiert werden. Laut „Spiegel Online“ sollen die geplanten Unterkünfte für bis zu 400 Soldaten ausgelegt sein, etwa doppelt so viele wie derzeit in Incirlik stationiert sind.

Die Bauaufträge müssen aufgrund türkischer Sicherheitsvorgaben an türkischen Unternehmen vergeben werden. In Incirlik befindet sich bereits ein NATO-Stützpunkt. Zu der Planung heißt es in dem Spiegel-Bericht: „Da die Türkei nur vorher überprüfte türkische Firmen auf der riesigen Luftwaffen-Basis zulässt, muss die Bundeswehr von diesen in den nächsten Wochen Angebote einholen. Trotzdem könnten die Bauarbeiten bald beginnen. Das Budget für die eigenen Stand- und Betriebsflächen für die Kampfjets ist bereits vom Finanzressort genehmigt. Außerdem verhandelt die Bundeswehr über einen Vertrag für die Stationierung.“ Der größte Teil der Baumaßnahmen soll 2017 abgeschlossen sein.