08.05.2020, Bangladesch, Dhaka: Muslimische Gläubige beten ihr Freitagsgebet in der Baitul-Mukarram-Moschee mit einem Mindestabstand voneinander. Die Regierung hat anlässlich des muslimischen Fastenmonats Ramadan die Beschränkungen aufgrund des neuartigen Coronavirus gelockert und die gemeinsamen Gebete erlaubt. Foto: Suvra Kanti Das/ZUMA Wire/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die türkische Religionsbehörde Diyanet hat am Donnerstag noch einmal betont, dass die Moscheen am Sonntag, am Tag des Ramadanfestes, geschlossen bleiben. Das bedeutet, dass das Festgebet dieses Jahr nicht in den Moscheen verrichtet wird. Grund ist die Corona-Pandemie und die Sorge vor einer erhöhten Ansteckungsgefahr.

Bereits heute Nacht beginnt in der Türkei eine weitere Ausgangsperre. Sie gilt dieses Mal wieder für vier Tage und umfasst daher auch das dreitägige Ramadanfest. Üblich ist nämlich, dass dieses Fest in der Gemeinschaft gefeiert wird und mit vielen Besuchen verbunden − also nicht Corona-konform − ist.

Während die Moscheen in der Türkei also sehr wahrscheinlich erst nach dem Fastenmonat wieder öffnen werden, sieht die Lage in Mekka, wo es diese Woche zum ersten Mal in diesem Ramadan Tarawih-Gebete gab, und Deutschland anders aus. Hier sind die Gemeinden bereits Anfang und Mitte Mai dazu übergegangen, Gläubige in ihren Räumlichkeiten beten zu lassen. Allerdings beinhaltete diese Regelung nicht das Freitagsgebet.

Esslinger Moschee bietet Freitags- und Ramadanfest-Gebet an

Nun wurde diese Woche bekannt, dass in einige Moscheen (u.a. von Ditib) sowohl das heutige Freitags-, als auch das für übermorgen geplante Festgebet stattfinden soll − natürlich weiterhin unter Einhaltung der erhöhten Gesundheitsvorkehrungen. Mit einer einheitlichen Linie ist so kurzfristig jedoch nicht zu rechnen.

Denn manche Gemeinden wollen zwar auf das Freitagsgebet noch verzichten, aber dafür das Festgebet verrichten, allerdings nicht in der Moschee, sondern im Freien. Wie die jeweiligen Moscheen den genauen Ablauf planen und welche Vorkehrungen vorgesehen sind, ist am besten bei ihnen selbst zu erfragen.

In der Türkei hat sich die Diyanet als Kompromiss dazu entschieden, zum Zeitpunkt des Festgebets frühmorgens die traditionellen „Takbir“-Rufe von den Minaretten ertönen zu lassen, um zumindest in Maßen „eine festliche Begeisterung“ aufkommen zu lassen.