Die SPD-Politikerin Lale Akgün fordert die gleichen Rechte für Kirchen und muslimische Verbände. „Entweder werden in nächster Zeit die bestehenden Rechte der christlichen Kirchen beschnitten, oder aber die muslimischen Verbände bekommen die gleichen Rechte“, sagte sie in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Emma“. Dazu gehörten der Einzug der Kirchensteuer, das Recht auf den Aufbau einer islamischen Wohlfahrtsorganisation sowie das Betreiben von Kitas, Schulen und Krankenhäusern.

Akgün bekräftigte den Satz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) „Der Islam gehört zu Deutschland“. Dies gelte besonders deshalb, weil Deutschland ein religionsfreundlich-säkulares Land sei. Der Schriftsteller Navid Kermani sagte der Zeitschrift: „Wenn Muslime zu Deutschland gehören, gehört auch der Islam zu Deutschland.“ Muslime sollte aber ein leuchtenderes Beispiel an Barmherzigkeit sein, „die das höchste Gebot des Islams ist“.

Der Münsteraner Islamwissenschaftler Mouhanad Khorchide fordert die Muslime auf, ihren Beitrag gegen Islamismus und Extremismus zu leisten. „Denn auch sie sind immer stärker von diesen Gefahren betroffen.“ Die Zeitschrift „Emma“ befragte mehrere zugezogene Prominente aus muslimischen Ländern über den Stellenwert des Islams in Deutschland. Zudem sollten sie sagen, wie Muslime dem Islamismus begegnen sollen. (KNA/dtj)