Die zur türkischen Koç-Holding gehörende Raffineriegesellschaft Tüpraş hat eine Rekordstrafe von 160 Millionen TL (etwa 58 Mio. Euro) auferlegt bekommen. Grund dafür sollen Steuerunstimmigkeiten in den Jahren zwischen 2009 und 2013 sein. Das ergab eine Prüfung der Steuerbehörden. Das Unternehmen kündigte an rechtlich, gegen die Entscheidung vorgehen zu wollen. Inzwischen geht man davon aus, dass das Unternehmen nach einer Einigung weniger Bußgeld bezahlen wird.

Die Spannungen zwischen der Regierung und dem Konzern gehen offenbar auf die Gezi-Proteste von 2013 zurück. Damals wurden viele der Verletzten im zum Konzern gehörenden Divan-Hotel versorgt. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen von den türkischen Wettbewerbshütern ebenfalls eine Strafe auferlegt bekommen.