Köln: Blick auf die DITIB-Moschee, von der aus öffentlich der Ezan gerufen werden soll. Foto: Roberto Pfeil/dpa

Die Türkisch Islamische Union Ditib hat für die Kölner Zentralmoschee im Stadtteil Ehrenfeld die Genehmigung von Muezzin-Rufen beantragt.

Die Gemeinde habe die Stadt kontaktiert und die Antragsformulare abgegeben, meldete die Union via Facebook. Die Stadt hatte Anfang Oktober erklärt, dass Moscheegemeinden auf Antrag und unter bestimmten Auflagen künftig ihre Gläubigen zum mittäglichen Freitagsgebet rufen dürften. Der Gebetsruf darf den Angaben nach höchstens fünf Minuten dauern und eine bestimmte Lautstärke nicht überschreiten. Das Modellprojekt ist zunächst auf zwei Jahre befristet. Bislang hat nach Angaben einer Stadt-Sprecherin erst eine Moscheegemeinde einen Antrag gestellt.

„Dass der Gebetsruf jetzt nun auch in Köln möglich ist, ist ein Zeichen dafür, dass die Gesellschaft pluraler und vielfältiger geworden ist“, sagte der Direktor des Moscheeforums, Murat Şahinarslan. Mit den anderen Kölner Moscheegemeinden sei er im Gespräch. Jede Gemeinde entscheide für sich, ob sie einen Gebetsruf beantrage.

dtj/dpa