ARCHIV - Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und seine Frau Sara schauen am 22.01.2013 in Jerusalem (Israel) ihrem Sohn Jair zu, der seine Stimme zur Parlamentswahl abgibt. Foto: Uriel Sinai / Pool/GETTY POOL/dpa
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Eine brisante Audio-Aufnahme mit peinlichen Äußerungen des Sohns von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sorgt in Israel für Aufregung. Der 26-jährige Jair Netanjahu entschuldigte sich am Dienstag für seine problematischen Aussagen. Das israelische Fernsehen hatte die Aufnahme aus dem Jahre 2015 am Vorabend veröffentlicht.

Jair Netanjahu ist bei einem Gespräch mit Freunden vor einem Strip-Club in Tel Aviv zu hören, offenbar angetrunken. Er sagte dem Sohn Kobi Maimons, einem Besitzer von Gasfeldern vor Israels Küste, unter anderem: «Mein Vater hat Deinem Vater 20 Milliarden Dollar organisiert.» Netanjahu hatte 2015 gegen den Widerstand des Kartellamts einen umstrittenen Erdgas-Deal durchgesetzt.

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Jair Netanjahu sagte bei dem Gespräch mit seinen Freunden auch, er habe 400 Schekel (umgerechnet knapp 100 Euro) für eine Prostituierte ausgegeben.

Unter Alkoholeinfluss Unsinn erzählt?

In einer Reaktion sagte Netanjahu nach Angaben der Nachrichtenseite «ynet», er habe unter Alkoholeinfluss «Unsinn erzählt» und sich herablassend über Frauen geäußert. Das tue ihm leid. «Die Äußerungen spiegeln nicht wider, wer ich bin, die Werte meiner Erziehung, und woran ich glaube.» Über den Gas-Deal habe er nur gewitzelt, er habe nicht die Details gekannt.

Oppositionspolitiker sagten, die neue Aufnahme schüre den Verdacht auf mögliche Korruption beim Abschluss des Gas-Deals und forderten eine Untersuchung. Die israelische Polizei ermittelt bereits gegen Netanjahu wegen Korruptionsvorwürfen in zwei Fällen.

Jair Netanjahu war in der Vergangenheit schon mehrmals negativ aufgefallen. Er befindet sich in einem Rechtsstreit mit einer linksorientierten Organisation, die er im Internet als radikal und anti-zionistisch angegriffen hatte.

Es gibt auch immer wieder Kritik daran, dass Jair Netanjahu auf Kosten der Steuerzahler mit Personenschützer und Fahrer unterwegs ist.

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dpa/dtj
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