Screenshot: www.nuceciwan.org
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Greift die PKK jetzt Europa an? Das Nachrichtenportal «Nuce Ciwan» hatte am Wochenende eine Erklärung einer «Kurdischen Jugendinitiative» verbreitet, in der es hieß: «Wenn uns niemand zuhören will, werden wir jede Innenstadt Europas in Schutt und Asche legen. Egal wie und egal was an diesem Tag brennt, Europa muss verstehen, das wir nicht zulassen werden, dass Afrin fällt.»
In der Erklärung wurden «radikale Aktionen» am Montagabend angekündigt.

Bundesinnenministerium: Wir beobachten die Situation

Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums in Berlin teilte am Sonntag mit: «Die örtlich zuständigen Behörden beobachten die Situation und treffen falls erforderlich notwendige Vorkehrungen.» Die bisherige
Sicherheitsbewertung habe sich nicht geändert. Neben den beiden Moscheen waren in den vergangenen Tagen auch ein deutsch-türkischer Verein und ein türkischer Gemüseladen angegriffen worden.

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ereits am Wochenende hatte es in zahlreichen Städten Proteste gegeben, die jedoch weitgehend friedlich blieben. In Düsseldorf gab es Auseinandersetzungen mit der Polizei, als sich Demonstranten im Flughafengebäude formierten und schließlich von Beamten hinausgedrängt wurden. In Großbritannien wurde an zentralen Bahnhöfen in London und Manchester der Zugverkehr zeitweise lahmgelegt, etwa weil sich Demonstranten auf die Gleise begaben.

Zusammenhang zwischen Moscheeanschlägen und deutsch-türkischen Verein?

Nicht sicher war zunächst, ob es einen Zusammenhang zu einer Reihe von Brandanschlägen auf zwei Moscheen, einen deutsch-türkischen Verein und einen türkischen Gemüseladen gab. Die Taten ereigneten sich in Berlin, im sauerländischen Meschede, Lauffen bei Heilbronn und Itzehoe in Schleswig-Holstein. Auf einer kurdischen Internetseite, die zu Aktionen gegen die türkische Offensive in Afrin aufruft, wurden Videos geteilt, die angeblich die Anschläge in Meschede und Lauffen zeigen. Es handele sich um eine Aktion kurdischer Jugendlicher, hieß es dort. Über die Videos berichteten auch «Stuttgarter Zeitung» und «Stuttgarter Nachrichten» (Montag).

Türkische Streitkräfte greifen seit 20. Januar massiv die Kurdenmiliz YPG in Nordwestsyrien an. Inzwischen sollen sie sich der schwer umkämpften Stadt Afrin bis auf wenige hundert Meter genähert haben.

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dpa/dtj
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