Archiv: Das vom DHA-Depo zur Verfügung gestelltes Foto vom 31.10.2017 zeigt türkische und irakische Soldaten, von denen einige die Fahnen ihres Landes tragen, am Grenzübergang Harbur (Türkei) an der Grenze zum Irak. Laut dem türkischen Ministerpräsidenten Binali Yildirim stehe der Grenzübergang, der seit den 1990er Jahren unter kurdischer Kontrolle stand, von nun an unter der Kontrolle von Beamten der irakischen Zentralregierung. Foto: Str/AP/dpa
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Nach der Androhung einer türkischen Offensive wollen sich kurdische Milizen aus der nordirakischen Stadt Sindschar zurückziehen. Dies kündigte die Union Kurdischer Gemeinschaften (KCK) am Freitag an.

In Sindschar leben vor allem Mitglieder der religiösen Minderheit der Jesiden. Kurdische Kämpfer hatten 2015 die Terrormiliz IS aus der Stadt vertrieben und die Region seitdem kontrolliert. Der IS hatte das Sindschar-Gebirge 2014 überrannt und Tausende Jesiden getötet oder verschleppt.

„Kämpfer wollten Völkermord an Jesiden verhindern“

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Die Kämpfer seien damals in Sindschar eingeschritten, um den Völkermord an den Jesiden zu verhindern, so die KCK, die von den Behörden als ziviler Arm der Terrororganisation PKK eingestuft wird. Da dieses Ziel erreicht worden sei, würden sie sich nun zurückziehen. Die irakische Regierung habe Schritte unternommen, um die Sicherheit der Jesiden sicherzustellen.

Die türkische Regierung hatte nach der Einnahme der nordwestsyrischen Stadt Afrin auch mit einer Ausweitung der Offensive in von Kurden kontrollierte Gebiete im Nordirak gedroht. Man wolle dort die «Terrorcamps» der PKK «wenn nötig anhaltend unter Kontrolle bringen», hieß es zu Wochenbeginn aus Ankara.

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