Leiche von verunglückter deutscher Touristin gefunden

Istanbul (dpa) –  Die Tote werde nun in der Gerichtsmedizin in Antalya untersucht, sagte Deniz Yildirim, die Anwältin der Familie der Verunglückten, am Montag der Nachrichtenagentur dpa.

Das Boot mit der aus Mecklenburg-Vorpommern stammenden 50-Jährigen war bei einer Wildwassertour gekentert. Die Leiche sei im Fluss Alara etwa vier Kilometer unterhalb der Unglücksstelle entdeckt worden, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu.

Inzwischen haben Verwandte und die Anwältin schwere Vorwürfe gegen den Veranstalter erhoben. «Der Fluss war nicht als Raftingstrecke freigegeben, weil es zu gefährlich ist», sagte Yildirim. Es gebe dort kein Mobilfunknetz. An gefährlichen Stellen seien keine Retter positioniert gewesen.

«Wir gehen deswegen von bewusster Fahrlässigkeit aus», sagte die Anwältin. Es gebe inzwischen eine Ermittlungsakte der Staatsanwaltschaft. «Natürlich wissen wir nicht, zu welchen Schlüssen die Staatsanwaltschaft kommt», sagte sie.