Lobende Worte für die Muslime in Deutschland

Prof. Dr. Izzet Er wurde im Oktober zum Präsidenten der DITIB – das ist die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion – gewählt und hat kürzlich offiziell sein Amt in Köln angetreten. Sein Vorgänger an der Spitze des Verbandes, Ali Dere, hat aus diesem Anlass die Gläubigen der Gemeinde in der DITIB-Merkez-Moschee Köln versammelt und Er der türkischen Community in Köln vorgestellt (die DITIB macht das übrigens auch hier, Anm. d. Red.)

Dere blickte auf seine zweijährige Tätigkeit an der Spitze des Verbandes zurück und rief nachdrücklich zur Zusammenarbeit mit seinem Nachfolger auf: „Ich habe vor, meine Aktivitäten künftig ins universitäre Umfeld zu verschieben. Bereits in den letzten beiden Jahren habe ich an den Universitäten Frankfurt und Tübingen an den Theologischen Fakultäten unterrichtet. Da diese Engagements immer intensiver wurden, habe ich Rücksprache mit unseren Lehrern darüber gehalten und mich dazu entschieden – fest entschlossen, für jeden Dienst, der innerhalb der DITIB gebraucht wird, weiter zur Verfügung zu stehen -, mein Amt an unseren ältesten Lehrer, Prof. Dr. Izzet Er, zu übergeben. Ich hoffe, dass die DITIB mit meinem geehrten Lehrer bessere Fortschritte machen wird und wir unserem Lehrer bei seinen Arbeiten behilflich sein werden.“

Großes Lob an die in Deutschland lebenden Muslime
Der neue Mann an der Verbandsspitze, Prof. Dr. Izzet Er, hat in seiner Ansprache die seit 50 Jahren in Deutschland Lebenden mit den Muhadschir und Ansar verglichen. Unter Ersteren – Arabisch für „Auswanderer“ – versteht man die Muslime, die sich nach der Verkündung des Islam durch den Propheten Mohammed zum Islam bekannt haben und die seitens der Ungläubigen aus Mekka Zwang und Pein ausgesetzt waren, Zweitere – Arabisch: „Helfer“ – waren die Muslime aus Medina, die den Propheten Mohammed empfangen und ihm somit geholfen hatten.
Er erklärte: „Ihr, die Ihr Euch seit 50 Jahren in diesem Land befindet, seid Muhadschir und Ansar zugleich. Ihr seid die Ansar, weil Ihr jedem Menschen, der hierhergekommen ist, soweit wie möglich geholfen habt. Aus diesem Grund versucht Ihr hier, den Geist der Muhadschir und Ansar aus der Asr al-Saada angemessen vorzuleben.“

Dieser Verweis bezieht sich auf die Epoche der Sahaba – Sahabi (Pl.: Sahaba: Jemand, der den Propheten gesehen, an ihn geglaubt und mit ihm gehandelt hat und in diesem Glauben gestorben ist). Asr al-Saada beginnt mit dem Tode des Propheten im 11. Jahr der Hidschra (632 n. Chr.) und endet mit dem Tod des letzten bekannten Sahabi.

„In diesem Dienst erwarte ich von Euch allen die Unterstützung, doch vor allem Eure Gebete. Wir alle sind Menschen, während wir einen Dienst leisten, können wir Mängel haben. Wir sind nicht vollkommen. Es gibt nur einen, der vollkommen ist und das ist Allah, der Allmächtige. Somit ist es erforderlich, dass wir uns bei unseren Diensten untereinander leiten, vervollständigen und unterstützen.“