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Bei Luftangriffen im Nordwesten Syriens sind nach Angaben von Aktivisten drei Kliniken und ein medizinischer Versorgungspunkt bombardiert worden. Mindestens drei Menschen seien dabei ums Leben gekommen, meldeten die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte und Rettungshelfer am Dienstag.

Die Menschenrechtsbeobachter machten dafür russische und syrische Jets verantwortlich. Demnach trafen die Bomben unter anderem zwei Krankenhäuser in den Orten Chan Scheichun und Al-Tah in der von Rebellen kontrollierten Provinz Idlib direkt. Den Helfern der Weißhelme zufolge bombardierten die Jets auch drei ihrer Zentren.

Die Angriffe kamen den Angaben zufolge als Reaktion auf eine am Morgen begonnene Offensive der radikalen Rebellengruppe Haiat Tahrir al-Scham (HTS) gegen Regierungstruppen im Süden der Provinz Idlib. Bei HTS handelt es sich um den syrischen Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida. Die Gruppe ist in der Region die bestimmende Kraft.

Russland und der Iran als Verbündete der syrischen Regierung sowie die Türkei als Unterstützer der Opposition hatten sich in der vergangenen Woche darauf geeinigt, in der Provinz Idlib eine weitere Deeskalationszone zu errichten. Allerdings sollen die Kämpfe gegen radikale Gruppen wie HTS weitergehen. Seit längerem gibt es Spekulationen über einen größeren Militäreinsatz gegen die Gruppe.

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