Archivbild: Erol Sander, Schaupsieler, kommt zur Rodenstock Eyewear Show 2019 in das Isarforum. Foto: Tobias Hase/dpa

Schauspieler Erol Sander hat sich in seiner Jugend allerhand Spitznamen gefallen lassen müssen.

„Mein Name war für die meisten eine sprachliche Stolperfalle, es kam immer nur Salat dabei heraus. Im Internat in Bayern habe ich dann Spitznamen bekommen wie Ufo oder auch Uwe nach Uwe Seeler“, verriet der 52 Jahre alte TV-Star, der als Urcun Salihoğlu mit fünf Jahren aus der Türkei nach Deutschland gekommen war, der Deutschen Presse-Agentur.

Sein für deutsche Zungen offenbar schwierig auszusprechender Name sei später der Grund gewesen, sich einen Künstlernamen zuzulegen, erklärte Sander, den Zuschauer unter anderem aus der Reihe „Mordkommission Istanbul“ kennen: „Ich habe mir gedacht, als Schauspieler beendest du die sprachlichen Barrieren und suchst dir einen umgangssprachlicheren, international umgänglichen Namen mit Bezug zum Ursprung.“

Erol und nicht Errol

So sei Erol ein türkischer Vorname und habe in seinem Fall nichts mit dem Hollywood-Star Errol Flynn (1909-59, „Der Herr der sieben Meere“) zu tun. Und Sander klänge so ähnlich wie „Stuhl“ auf Türkisch.

„Mit diesem Namen fühle ich mich sehr wohl – er steht auch in meinem Pass“, sagte Sander. In der seit 2008 erfolgreichen ARD-Krimiserie – am gestrigen Sonnabend (29. Mai) zum letzten Mal zu sehen und noch eine Weile in der Mediathek – spielt er den Ermittler Mehmet Özakın. Der Fall „Entscheidung in Athen“ führt ihn an der Seite von Idil Üner (ZDF-„Nachtschicht“) und unter der Regie von Ismail Şahin in die Hauptstadt Griechenlands.

dpa/dtj