Bei einem Bombenanschlag auf Sicherheitskräfte im Landkreis Kızıltepe in der südosttürkischen Provinz Mardin sind vier Soldaten getötet worden. Ein Militärfahrzeug sei am Montag im Bezirk Derik in eine selbstgebaute Sprengfalle geraten, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu Ajansı (AA). Fünf weitere Soldaten und zwei Dorfschützer, bei denen es sich um lokale Sicherheitskräfte handelt, seien verletzt worden. Die Nachrichtenagentur DHA berichtete, PKK-Kämpfer hätten den Sprengsatz gelegt gehabt und ihn aus der Distanz gezündet, als das türkische Militärfahrzeug an ihm vorbeifuhr.

Anadolu meldete weiter, die Armee habe mit der neuen Kampfdrohne des Typs Bayraktar aus türkischer Produktion Luftangriffe auf die PKK in der südosttürkischen Provinz Hakkarî geflogen. Dabei seien drei PKK-Kämpfer „neutralisiert“ worden. Mit „neutralisiert“ meinen die türkischen Behörden „kampfunfähig machen“, was meist töten bedeutet, aber auch verletzen oder gefangen nehmen heißen kann. In Hakkarî kommt es seit Wochen zu schweren Zusammenstößen zwischen Armee und PKK. (dpa/ dtj)