Auf dem Weg nach Europa

Massengrab in Pakistan gefunden

Pakistanische Sicherheitskräfte haben ein Massengrab mit 15 Leichen im Südwesten des Landes gefunden, durch den Menschenhändler häufig Migranten über den Iran und die Türkei nach Europa schleusen. Die Leichen seien von Schussverletzungen übersät gewesen, wie ein Minister der Provinz Balochistan, in deren Bergen das Grab nahe der Grenze zum Iran gefunden wurde, am Mittwoch sagte.

Alle Opfer stammen demnach aus der zentralpakistanischen Provinz Punjab, einer Region aus der viele Pakistaner mit Schleusern versuchen, nach Europa zu kommen. Ob es sich bei den Leichen um Migranten handelte, war zunächst unklar. Es sei ebenfalls möglich, dass sie nach Balochistan gekommen seien, um dort Arbeit zu suchen, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Pakistaner ziehen in die Region, um Arbeit zu finden

Die chinesische Regierung finanziert den Bau eines Tiefwasserhafens in der balochischen Küstenstadt Gwadar als Ausgangspunkt eines milliardenschweren geplanten Wirtschaftskorridors mit China. Deshalb ziehen viele Menschen aus anderen Regionen Pakistans dorthin, um Arbeit zu finden. Islamistische und nationalistische Gruppen haben die chinesischen Projekte und ihre Arbeiter häufig angegriffen.

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dpa/dtj