18 Angeklagte, deren Anwälte und ihre Dolmetscher warten am 07.07.2017 im Gerichtssaal in Essen (Nordrhein-Westfalen) auf den Prozessbeginn. Sie sind wegen Mordversuchs angeklagt und müssen sich für einen Brandanschlages auf eine türkische Teestube in Essen verantworten. Den 15 bis 24 Jahre alten Angeklagten wird vorgeworfen auf einem Spielplatz drei Brandsätze gebaut und in ein noch geöffnetes Café geworfen zu haben. Foto: Roland Weihrauch/dpa

In Essen hat heute ein Massenprozess mit 18 Angeklagten begonnen. Darunter sind auch zwei Frauen. Den 15 bis 24 Jahre alten Angeklagten wird Brandanschlag auf ein türkisches Café vorgeworfen. Sie sollen Anfang November 2016 drei Brandsätze auf einem Spielplatz gebaut und vermummt in ein türkisches Café geworfen haben. Die Staatsanwaltschaft geht von einer politisch motivierten Tat aus. Deshalb hat sie Anklage wegen Mordversuchs erhoben. Die Verteidiger weisen diese Vorwürfe aber zurück. Einer der Verteidiger sagte, dass der Vorfall eher aus jugendlichem Leichtsinn passiert sei. Die Verdächtigten sind kurdischstämmig. Zwei der Beschuldigten sollen Kontakt zu PKK-Aktivisten gehabt haben. Aufgrund der hohen Anzahl an Angeklagten und Zeugen sind 56 Verhandlungstage angesetzt. Die Urteilsverkündung ist für den Januar angesetzt.