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Die neue Regierung in Mazedonien ist in ihrem Bemühen um die schnelle Annäherung an die NATO und die EU auf Kritik aus Russland gestoßen. «Wir sehen die Versuche der Feinde Russlands und Mazedoniens, die traditionell guten Beziehungen zwischen beiden Ländern zu verkomplizieren», zitierten die Medien in der Region am Mittwoch die Sprecherin des Außenministeriums in Moskau, Maria Sacharowa. Die «Souveränität und territoriale Unversehrtheit» Mazedoniens werde vor allem im Lichte eines NATO-Beitritts dieses Landes bedroht, der gegen die «nationalen Interessen» Skopjes gerichtet sei.

Sozialdemokrat Zaev seit Mai im Amt

Seit Mai ist eine neue mazedonische Regierung unter dem Sozialdemokraten Zoran Zaev im Amt. Sie hat sich wiederholt zur schnellen Westintegration bekannt, um sich russischen Einflüssen zu widersetzen. Ihre Vorgängerin, die unter dem nationalkonservativen Nikola Gruevski zehn Jahre regiert hatte, pflegte enge Beziehungen zu Russland. Den Regierungsstil von Russlands Präsidenten Wladimir Putin hatte Gruevski als Blaupause genutzt.

dpa/dtj

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