Viele Journalisten aus der Türkei und Japan werden am Türkisch-Japanischen Medienforum teilnehmen. Das Medienforum begann am Donnerstag in Istanbul und wird von der Mediadialog Plattform organisiert. Diese ist eine Arbeitsgruppe unter dem Dach der in Istanbul ansässigen Journalisten- und Schriftstellerstiftung (GYV).

Während des Medienforums werden die Anwesenden unter anderem die Rolle der Medien in Bezug auf den Multikulturalismus und die Koexistenz erörtern. Außerdem stehen die Frage der Darstellung der Türkei in den japanischen Medien und umgekehrt auf dem Programm sowie die Beziehungen zwischen Medien und Demokratie. Auch die neuen Tendenzen in den Medien der digitalen Ära werden diskutiert.

Die Eröffnungsrede wurde vom Vorsitzenden des GYV, Mustafa Yeşil, gehalten, der betonte, wie wichtig es sei, dass verschiedene Kulturen ihre Erfahrungen austauschen. „Ich empfinde es als äußerst positiv, dass diese beiden Gemeinschaften ihre vielen Erfahrungen in der Ära der Demokratie im Rahmen dieser Veranstaltung sowie weiteren austauschen können“, so Yeşil.

In Japan leben rund 10 000 Türken. Die Beziehung zwischen beiden Ländern ist vor allem wirtschaftlich von enormer Bedeutung. Allerdings organisierten beide Länder bisher auch zahlreiche soziale Projekte. Anfang dieses Jahres reisten etwa japanische Studenten in die Türkei, um syrische Flüchtlinge zu unterstützen.