Megaflughafen Istanbul: Bieterwettbewerb zu Ende

Fraport habe ein sehr gutes Angebot und ein strategisches Konzept vorgelegt, habe die Auktion aber nicht gewonnen, sagte ein Fraport-Sprecher auf Anfrage. Das Gebot, über das die türkische Regierung am Freitag entschieden hatte, war gemeinsam mit einem türkischen Partner abgegeben worden.

Ein türkisches Konsortium soll nun den neuen Riesenflughafen am Rand der Metropole Istanbul bauen und betreiben. Das Rennen um den Zuschlag hat die Gruppe Cengiz-Kolin-Limak-Mapa-Kalyon gemacht. Die Gruppe wird angeführt von Nihat Özdemir (Foto, mitte), der auch im Vorstand von Fenerbahçe Istanbul sitzt. Das Konsortium habe mehr als 22,1 Milliarden Euro geboten, um den Flughafen für 25 Jahre betreiben zu können und damit Angebote des Frankfurter Flughafenbetreibers und zweier weiterer Mitbieter übertroffen.

Der neue Flughafen soll auf der europäischen Seite der Stadt an der Küste des Schwarzen Meeres gebaut werden. Mit sechs Start- und Landebahnen soll der Airport später bis zu 150 Millionen Passagiere im Jahr abfertigen können und damit ein Drehkreuz der internationalen Luftfahrt werden. In etwa vier Jahren soll nach dem Abschluss einer ersten Bauphase mit dem Betrieb begonnen werden. Istanbul hat bereits zwei internationale Flughäfen. (dpa/dtj)