Mesut Özil verlässt nach drei Jahren Real Madrid und schließt sich für 50 Mio. Euro Arsenal London an.

Der deutsche Fußball-Nationalspieler Mesut Özil hat für die nächste Transfersensation gesorgt. Unmittelbar vor dem Ende der Wechselfrist in England am Montagabend bestätigte der FC Arsenal auf seiner Homepage die Verpflichtung des 24 Jahre alten Mittelfeldspielers von Real Madrid. Der Ex-Profi von Werder Bremen und des FC Schalke 04 werde einen langfristigen und angeblich jährlich mit 7 Mio. dotierten Vertrag erhalten.

„Es waren tolle Gespräche mit Arsène Wenger. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihm. Ich möchte das Vertrauen, das mir der Trainer entgegenbringt rechtfertigen. Ich bin trotzdem voller Stolz auf die drei Jahre bei Real Madrid“, übermittelte Mesut Özil am Abend der dpa. Bei den „Königlichen“ sah er nach dem Rekordtransfer von Gareth Bale aber offensichtlich keine Zukunft mehr für sich, am Sonntag hatte Özil beim 3:1-Heimsieg gegen Athletic Bilbao schon 90 Minuten auf der Bank schmoren müssen.

Arsenal soll für die Dienste des Spielmachers, der 2010 vom SV Werder Bremen zu Real gewechselt war, laut englischen Medienberichten rund 50 Millionen Euro zahlen – halb so viel wie Madrid für Bale an Tottenham Hotspur hinlegen musste. Özil ist damit dennoch der bislang teuerste deutsche Fußballer; vor drei Jahren hatte Madrid dem SV Werder 18 Millionen gezahlt. Gleichzeitig ist er Reals teuerster Spielerverkauf (löst Robinho ab, der 2008 für 43 Mio. € zu ManCity ging) und Arsenals teuerster Spielereinkauf (zuvor Reyes, kam 2004 für 20 Mio. € vom FC Sevilla).

Laut Informationen der „WAZ” verdienen auch die früheren Mannschaften am Transfer von Özil mit. Demnach erhalten der FC Schalke 04, Werder Bremen und Rot-Weiss Essen eine Ausbildungsentschädigung für den 24-jährigen Mittelfeldspieler. Die Vereine teilen sich untereinander 2,5 Millionen Euro untereinander auf.

Bei den „Gunners“ wird Özil, der am vergangenen Mittwoch noch erklärt hatte, bei Real bleiben zu wollen, mit seinen Nationalmannschaftskollegen Lukas Podolski und Per Mertesacker zusammenspielen. (dpa/dtj)