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Metin Akpinar gehört zu den bekanntesten Schauspielern der Türkei. Filme, in der er mit Zeki Alasya die Hauptrolle teilte, prägten in den 70er und 80er Jahren die Kinoszene des Landes. 

In einem Interview mit der Boulevardzeitung „Posta“ spricht Akpinar über die türkische Politik und türkische Militäroffensive in Afrin. Das Interview sorgte für Schlagzeilen in der Türkei. Zwar sprach Akpinar dem türkischen Generalstab im Interview  seine Unterstützung zu. Dennoch mahnte er zu hoher Vorsicht. Man müsse vorsichtig vorgehen und die Diplomatie müsse gewahrt werden. Auf die Frage, wie er zu jenen Künstlern stehe, die sich gegen einen „Krieg“ positioniert haben, antwortete der 77-jährige Akpinar folgendermaßen: „Ich bin einer der sich gegen einen Krieg positioniert und das ohne Bezug auf die Offensive zu nehmen. Bei einem Krieg gibt es schließlich keinen Sieger. Das haben wir gelernt. Diejenigen, die denken, sie hätten gewonnen, haben eigentlich ernsthafte Verluste zu verzeichnen. Die Geschichte ist voll mit Beispielen. Die Offensive in Afrin geht derzeit vorsichtig voran.“

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„Wenn es sein muss, gehe ich mit 77 Jahren auch ins Gefängnis“

Akpinar gibt in dem Interview auch sein Wahlverhalten beim Verfassungsreferendum 2017 bekannt. Er habe dabei, trotz der Empfehlung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, gegen eine Verfassungsänderung gestimmt. Auf die Nachfrage, ob er nicht Angst habe, so etwas preiszugeben, antwortete der Schauspieler, dass Menschen ihre Meinung offen sagen müssten. Wenn man dafür bezahlen müsse, sei er bereit im Alter von 77 Jahren ins Gefängnis zu gehen.   

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