Athen: Kyriakos Mitsotakis (l), Regierungschef von Griechenland, spricht mit Reem Ebrahim Al-Hashimi (r), Staatsministerin für internationale Zusammenarbeit der Vereinigten Arabischen Emirate, und Prinz Faisal bin Farhan Al-Saud (M), Außenminister von Saudi-Arabien während eines Treffens. Sechs Staaten aus dem östlichen Mittelmeerraum und dem Nahen Osten wollen ihre Zusammenarbeit vertiefen. Foto: Petros Giannakouris/AP POOL/dpa

Sechs Staaten aus dem östlichen Mittelmeerraum und dem Nahen Osten wollen ihre Zusammenarbeit vertiefen. Hintergrund sind unter anderem die Spannungen mit der Türkei. Die zeigte sich verärgert und irritiert.

Vertreter Griechenlands, der Vereinigten Arabischen Emirate, Ägyptens, Zyperns, Bahrains und Saudi Arabiens trafen sich am Donnerstag in Athen zum „Forum der Freundschaft“. Elektronisch zugeschaltet hatte sich auch der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian, teilte das griechische Außenministerium mit. Ziel des Treffens ist die Förderung von Kooperationen in den Bereichen Sicherheit, Gesundheit, Energie- und Umweltthemen in der Region vom östlichen Mittelmeer bis zum Persischen Golf.

Türkei: „Nicht Freundschaft, sondern Feindschaft“

Mit Blick auf die jüngsten schweren Spannungen mit der Türkei im östlichen Mittelmeer erklärte der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis bei der Eröffnung des Treffens: „Wir glauben alle an das Internationale Recht und das Seerecht“. Nur so könnten Probleme und Streitigkeiten gelöst werden. Die Teilnehmer wendeten sich mit ihrer Politik jedoch nicht gegen andere Staaten, betonte Mitsotakis. Die Eröffnung des Treffen übertrug das staatliche griechische Fernsehen.

Das türkische Außenministerium hingegen kritisierte das Treffen ohne türkische Beteiligung. „Vorwürfe und Verleumdungen des griechischen Außenministers bei der Pressekonferenz zeigen, dass es hierbei nicht um eine Initiative für Freundschaft, sondern um ein Bündnis gegen die Türkei handelt“, teilte Ankara kurz nach dem Treffen in Athen mit. Zuletzt standen die Zeichen zwischen der Türkei und Griechenland dabei eher auf Entspannung.

dpa/dtj