In der Türkei sind drei Deutsche Staatsbürger zu einer Geldstrafe von umgerechnet 38.820 Euro verurteilt worden, nachdem sie von türkischen Behörden erwischt wurden, wie sie geschützte Tiere und Pflanzen sammelten. Der Vorfall ereignete sich Medienberichten zufolge in der ostanatolischen Provinz Ardahan im Distrikt Posof.

Die Distrikt-Gendarmerie erhielt demnach einen Tipp und rückte ein bewaldetes Gebiet ein, wo sie die illegalen Sammler und Tierfänger auf frischer Tat ertappten. Neben anderen Tieren und Pflanzen stellte die Gendarmerie 14 Molche, eine Schlange, Tierfallen und zahlreiche Fotos von verschiedenen Tier- und Pflanzenspezies im Wagen der Männer fest. Viele der sichergestellten Pflanzen- und Tierarten sind vom Aussterben bedroht. Sie wurden den zuständigen Stellen des National-Park-Direktorats übergeben. Den Männern, die zuvor offenbar über den Türkgözü-Grenzübergang aus Georgien in die Türkei eingereist waren, wird ein Verstoß gegen das Jagdgesetz und gegen nicht weiter benannte Umwelt-Gesetze vorgeworfen.

Bei den drei festgenommenen Männern könnte es sich um Wissenschaftler handeln, die im Osten der Türkei Beobachtungen an den Bachmolcharten Neurergus crocatus und Neurergus strauchii unternehmen.